Über Laminatoren
Ein Laminiergerät schützt nicht nur Ihre Druckwerke, Bilder, Dokumente und mehr. Es verleiht dem Material außerdem ein hochwertigeres Erscheinungsbild. Diese Maschine bringt nämlich eine dünne Kunststoffschicht auf die Oberfläche auf.
Ob Sie ein Laminiergerät für gelegentliche Dokumente suchen oder als Profibetrieb großformatige Drucke versiegeln möchten: Auf dieser Seite erklären wir, wie ein Laminiergerät funktioniert, worin sich kaltes und heißes Laminieren unterscheiden und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Anschließend finden Sie unsere häufig gestellten Fragen.
Wie funktioniert ein Laminiergerät?
Ein Laminiergerät arbeitet im Kern mit zwei Walzen, einer Oberwalze und einer Unterwalze, die aufeinandergepresst werden. Das zu laminierende Material wird zwischen diese beiden Walzen geführt, sodass sich die Laminierfolie an beiden Seiten anlegt und mit dem Untergrund verbindet. Der Klebstoff der meisten Laminierfolien ist druckempfindlich (pressure sensitive) und wird allein durch den Walzendruck aktiviert. Bei beheizten Walzen kommt zusätzlich Wärme ins Spiel, die den Klebstoff schmelzen lässt und für eine besonders feste Verbindung sorgt.
Man unterscheidet grob zwei Bauformen. Pouch-Laminiergeräte arbeiten mit vorgefertigten Laminiertaschen, in die Sie das Dokument einlegen. Sie sind im Büro und für einzelne Blätter wie Karteikarten oder Aushänge weit verbreitet. Rollenlaminiergeräte wie die professionellen Geräte von Maegis arbeiten dagegen mit Folie von der Rolle und eignen sich für größere Formate, höhere Stückzahlen und stärkere Substrate. Eine beheizbare Oberwalze gehört bei vielen Geräten zur Grundausstattung, weil sie hilft, das gefürchtete Silvering zu vermeiden, also kleine Luftbläschen unter dem Laminat.
Wer nur gelegentlich ein einzelnes Blatt schützen möchte, fragt sich manchmal, ob Laminieren auch ohne Gerät geht. Mit selbstklebender Kaltlaminierfolie lässt sich eine Schutzschicht grundsätzlich von Hand aufbringen. Für ein gleichmäßiges, blasenfreies und professionelles Ergebnis, besonders bei größeren Formaten oder höheren Auflagen, führt jedoch kaum ein Weg an einem echten Laminiergerät vorbei.
Laminieren mit dem Maegis Laminiergerät
Im folgenden deutschen Video sehen Sie, wie Sie mit dem Maegis Laminiergerät arbeiten und worauf Sie beim Laminieren achten sollten.
Kalt oder heiß laminieren: der Vergleich
Welche Methode am besten zu Ihnen passt, hängt vor allem von Ihrem Substrat ab. Beim Kaltlaminieren wird die Folie ohne Wärme allein über den Walzendruck aktiviert. Das ist ideal für wärmeempfindliche Materialien, vermeidet Verformung oder Verfärbung und geht schnell, weil sich nichts aufwärmen muss. Beim Heißlaminieren schmelzen beheizte Walzen den Klebstoff der Folie. So entsteht eine besonders stabile, langlebige Schutzschicht, die besser gegen Feuchtigkeit, Schmutz und Verschleiß schützt. Dafür dauert der Vorgang durch das Aufwärmen etwas länger und eignet sich nicht für hitzeempfindliche Substrate. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick.
| Eigenschaft | Kaltlaminieren | Heißlaminieren |
|---|---|---|
| Wärme nötig | Nein | Ja |
| Wärmeempfindliche Substrate | Geeignet | Nicht geeignet |
| Geschwindigkeit | Schnell, kein Aufwärmen | Langsamer durch Aufwärmen |
| Schutzschicht | Druckempfindlicher Klebstoff | Stabilere, langlebigere Schicht |
| Schutz vor Feuchtigkeit und Verschleiß | Gut | Sehr gut |
Als Faustregel gilt: Ist das Material hitzeempfindlich, etwa bestimmte Drucke, Aufkleber oder digital bedruckte Medien, wählen Sie das Kaltlaminieren. Soll das Ergebnis besonders robust und langlebig sein, ist Heißlaminieren die richtige Wahl. Eine ausführliche Gegenüberstellung finden Sie auf der Seite Unterschied zwischen Kalt- und Heißlaminiergerät.
Anwendungen von Laminatoren
Das Laminat schützt vor Beschädigungen wie Flecken, Rissen, Feuchtigkeit und Verblassen. Das laminierte Material lässt sich zudem leicht reinigen. Speisekarten, Wegweiser und Ausweiskarten sind Beispiele für Produkte, die mit einem Laminat versehen werden.
Auf diese Weise verlängert ein Laminat die Lebensdauer des Druckwerks. Lehrmittel werden daher gerne mit einem Laminat versehen, denken Sie zum Beispiel an Karteikarten, Arbeitsblätter und Anleitungen, die häufig verwendet werden.
Im professionellen Umfeld geht das Spektrum deutlich darüber hinaus. Auf Rollenlaminiergeräten werden großformatige Drucke, Banner, Werbeschilder und Fahrzeugbeschriftungen versiegelt, damit sie Witterung und mechanischer Belastung standhalten. Das Laminat ist dabei in glänzender oder matter Ausführung erhältlich, sodass Sie die Optik auf den Einsatzzweck abstimmen können. Welche Materialien sich konkret laminieren lassen, lesen Sie weiter unten in den häufig gestellten Fragen sowie auf der Seite Welche Materialien können laminiert werden.
Format und Kauf: worauf Sie achten sollten
Bei der Auswahl eines Laminiergeräts ist das Format eine der wichtigsten Fragen. Für den Büro- und Heimbereich sind Geräte für die Formate DIN A4 und DIN A3 verbreitet. Ein A3-Laminiergerät bietet sich an, wenn Sie regelmäßig größere Dokumente, Pläne, Plakate oder Poster schützen möchten, während A4 für klassische Dokumente ausreicht. Wer dagegen großformatige Drucke, Banner oder Folien für Fahrzeuge und Displays verarbeitet, ist mit einem Rollenlaminiergerät besser bedient, weil es Material von der Rolle in Breiten weit über das A3-Format hinaus verarbeitet.
Achten Sie beim Kauf außerdem auf die maximale Materialdicke, die Möglichkeit zwischen kalt und heiß zu wählen, einstellbare Temperatur und einstellbaren Walzendruck sowie auf die Verarbeitungsbreite. So verarbeitet das Maegis Laminiergerät Substrate bis zu einer Dicke von 25 mm und verfügt über eine beheizte Oberwalze, die sich bis 60 Grad Celsius erhitzen lässt. Damit deckt es sowohl dünne Drucke als auch dickere Platten ab. Sie möchten ein Laminiergerät kaufen oder zunächst beraten werden? Bei Maegis lässt sich ein Laminiergerät auch leasen. Fordern Sie weitere Informationen an, dann finden wir gemeinsam das passende Gerät für Ihren Bedarf.
Häufig gestellte Fragen
Ein Laminiergerät ist im Grunde nicht mehr als eine alte Wäschemangel. Es sind zwei Walzen, die manuell, elektrisch und/oder pneumatisch aufeinandergepresst werden. Diese Walzen bestehen aus einem nicht allzu weichen, silikonisierten Gummi.
Fast alle Klebstoffe, die auf Folien verarbeitet werden, sind druckempfindlich (pressure sensitive) und werden also durch Druck aktiviert. 1 mm Überdruck genügt dafür bereits. Wenn ein Untergrund also 10 mm dick ist, wird der Abstand zwischen den Walzen auf 9 mm eingestellt.
Die meisten Laminiergeräte verfügen über eine beheizbare Oberwalze. Damit wird Silvering verhindert. Silvering sind nichts anderes als kleine Luftbläschen unter dem Laminat. Diese verschwinden je nach Umgebungstemperatur mit der Zeit.
Ein Laminiergerät besteht meist aus zwei Walzen, einer Oberwalze und einer Unterwalze. Das Material wird zwischen diese beiden Walzen geführt. Die Laminierfolie haftet an beiden Seiten des Materials. Bei beheizten Walzen schmilzt die Laminierfolie und haftet fest an der Oberfläche.
Das Laminat schützt vor Beschädigungen wie Flecken, Rissen, Feuchtigkeit und Verblassen. Das laminierte Material lässt sich zudem leicht reinigen. Speisekarten, Wegweiser und Ausweiskarten sind Beispiele für Produkte, die mit einem Laminat versehen werden.
Ein Laminat ist in verschiedenen Ausführungen wie glänzend oder matt erhältlich. Laminierte Dokumente vermitteln durch ihr professionelles Erscheinungsbild schnell ein Gefühl von Qualität und Zuverlässigkeit.
Kalt- und Heißlaminiergeräte sind Laminatoren, die beide auf unterschiedliche Weise arbeiten und unterschiedliche Anwendungen haben.
Kalt laminieren
Ein Kaltlaminiergerät benötigt keine Wärme, um die Laminierfolie zu aktivieren. Das Material ist druckempfindlich und nutzt daher Walzen, mit denen Druck ausgeübt werden kann. Dank dieser Walzen kann das Laminat direkt auf beiden Seiten aufgebracht werden.
Der Vorteil von Kaltlaminat ist, dass es für wärmeempfindliche Substrate verwendet werden kann. Es besteht kein zusätzliches Risiko von Verformung, Verfärbung oder Beschädigung während des Laminierprozesses. Zudem ist es eine schnelle Art zu laminieren, weil sich das Gerät nicht erst aufwärmen muss.
Heiß laminieren
Beim Heißlaminieren wird hingegen Hitze genutzt. Die Walzen, durch die Substrat und Laminat geführt werden, sind beheizt. Diese Wärme schmilzt den Klebstoff der Laminierfolie, die sich anschließend an das zu laminierende Material haftet.
Der Vorteil dieser Laminierart ist, dass eine stabile zusätzliche Schutzschicht über dem Material entsteht. So ist das Material besser vor Witterungseinflüssen wie Feuchtigkeit, aber auch vor Schmutz und Verschleiß geschützt. Das macht das Material deutlich langlebiger. Dieser Prozess dauert jedoch länger, weil das Aufwärmen des Laminiergeräts Zeit kostet. Außerdem können hitzeempfindliche Substrate nicht heiß laminiert werden.
Welche Laminierart am besten zu Ihnen passt, hängt von Ihrem Substrat ab. Ist das Material, das Sie laminieren möchten, hitzeempfindlich? Dann wählen Sie das Kaltlaminieren. Möchten Sie Ihr Material besonders langlebig machen? Dann wählen Sie die stabile Schicht, die das Heißlaminieren bietet. Mehr dazu erfahren Sie unter Unterschied zwischen Kalt- und Heißlaminiergerät.
Ein Laminiergerät wird verwendet, um verschiedene Produkte mit einer zusätzlichen Schutzschicht zu versehen. Diese Schicht schützt vor Feuchtigkeit, Schmutz und Verschleiß und sorgt dafür, dass das Druckwerk länger hält.
Papier - Das am häufigsten verwendete Material. Denken Sie an Diplome, Zertifikate, Ausweiskarten und andere wichtige Dokumente. Aber auch Speisekarten und wichtige Notizen werden gerne mit einer zusätzlichen Schutzschicht versehen. Durch diese Schicht wird Ihr Papier vor Verblassen, Flecken, Kratzern, Verfärbung und so weiter geschützt.
Neben Papier werden auch kreative Projekte gerne mit einem Laminat versehen, ebenso Bildmaterial und Karten. Weitere Beispiele für Materialien, die laminiert werden können, sind:
- Vinyl - für Werbeschilder, Carwrappings, Banner
- Selbstklebendes Vinyl - für Werbung auf Fenstern, Böden, Wänden und Fahrzeugen
- Schaumstoff - für Displays, Präsentationstafeln und Messestände
- Acrylplatten - für Beschilderung und Schilder
So kann das Maegis Laminiergerät Substrate bis zu einer maximalen Dicke von 25 mm verarbeiten. Es verfügt über eine beheizte Oberwalze, die bis 60 Grad Celsius erhitzt werden kann.
Für schwer zu laminierende Projekte wie Bodenaufkleber ist auch flüssiges Laminat erhältlich. Wussten Sie, dass Sie ein Laminiergerät bei Maegis auch leasen können? Fordern Sie weitere Informationen an.
Silvering ist ein häufig auftretendes Problem beim Laminieren. Dabei entstehen Flecken oder silberfarbene Streifen auf dem Druckwerk. Es bleiben Luftblasen zurück, wodurch das Licht anders reflektiert wird als beim übrigen laminierten Material. Solche Flecken und Streifen wirken sich negativ auf Qualität und Lesbarkeit aus.
Dies kann zum Beispiel entstehen, wenn beim Laminieren nicht genug Druck oder Wärme verwendet wurde.
Silvering vermeiden
Es gibt verschiedene Maßnahmen, um Silvering zu vermeiden. Achten Sie darauf, dass das zu laminierende Material gut ausgerichtet sowie staub- und schmutzfrei ist. Außerdem ist es sehr wichtig, die richtige Temperatur und die richtigen Druckeinstellungen zu verwenden. Diese Einstellungen lassen sich am Laminiergerät manuell vornehmen, oder Sie nutzen automatische beziehungsweise Standardeinstellungen.
Silvering beheben
Silvering lässt sich auf verschiedene Weisen beheben. Am besten führen Sie Ihr Druckwerk erneut mit zusätzlichem Druck durch das Laminiergerät. Auch durch Reiben mit einem weichen Tuch oder mit einer Nadel können Sie Luft entfernen. Wenn all das nicht hilft, müssen Sie den Prozess vollständig neu starten.
Glücklicherweise verfügen die meisten Laminiergeräte über eine beheizbare Oberwalze. Damit wird Silvering verhindert. Verwenden Sie beim Laminieren immer die passenden Einstellungen, um Enttäuschungen und Mehraufwand zu vermeiden.
Ein Applikationstisch ist ein unverzichtbares Hilfsmittel für Profis, die mit selbstklebenden Materialien wie Vinyl, Textil und Folien arbeiten. Es ist eine Arbeitsfläche, die speziell für das Aufbringen von Folie oder anderen Materialien auf einen Untergrund mit Druck oder Wärme entwickelt wurde.
Ein Applikationstisch ist eine andere Form des Laminierens. Bei einem Rollenlaminator wird der zu laminierende Untergrund zwischen den beiden Walzen hindurchgeführt. Bei einem Applikationstisch liegt der Untergrund (meist eine Platte) auf einem Tisch und die Folie wird darüber geschoben. Der Vorteil dieser Maschine ist, dass eine Person allein sehr schnell und einfach Prints auf großen Platten aufbringen kann.
Vorteile von Applikationstischen:
- Präzision - Ausgestattet mit Hilfsmitteln wie Messlinien, Rollern und Messern für eine genaue Platzierung ohne Blasen oder Schiefstand
- Effizienz - Stabile Arbeitsfläche mit Druckmechanismen, die das Aufbringen deutlich erleichtern
- Weniger Fehler - Verhindert Falten, Luftblasen und schief platzierte Materialien
Arten von Applikationstischen:
- Manuelle Applikationstische - Der Nutzer führt die meisten Handgriffe manuell aus
- Halbautomatische Applikationstische - Einige Prozesse sind automatisiert, etwa das Rollen der Folie
- Vollautomatische Applikationstische - Nahezu alle Handgriffe laufen automatisch, ideal für großformatige Projekte
Anwendungen:
- Fahrzeugbeschriftung - Beschriftung und Wraps präzise auf Fahrzeugen aufbringen
- Werbeschilder und Displays - Fehlerfreie Verarbeitung für Ladendisplays
- Textil - Aufbringen von Flexfolie oder Flockfolie auf Kleidungsstücke
Weitere Videos zum Laminieren
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